Elisabeth Zweigert
Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Aktuelles

In meiner Praxis arbeite ich gern mit dem Modell „Inneres Kind“. Der Begriff steht stellvertretend für alle Erinnerungen und Erfahrungen, die im Gehirn gespeichert und größtenteils unbewusst sind.  Das Modell beinhaltet intensive Gefühle wie zum Beispiel Freude, Glück, Wut, Angst, Scham, Schmerz.

Nach dieser Vorstellung, die auf John Bradshaw zurückgeht und von Jeffrey E. Young weiterentwickelt wurde, vereint ein Erwachsener unterschiedliche Anteile (oder Modi) in sich:

Gesunde innere Anteile: gesunder Erwachsener, glückliches Kind.

Ungesunde Erwachsenen-Anteile treten in verschiedenen Varianten auf, sie können kritisierend, fordernd oder strafend sein. Dabei hat das Kind von früher die Bewertungen, die es von einer Bezugsperson (üblicherweise ein Elternteil) aufgenommen hat, so sehr verinnerlicht, dass das jetzige Verhalten noch davon geprägt ist. Dies kann sich äußern in Perfektionismus, Selbstaufopferung, Wutausbrüchen, mangelnder Impulskontrolle etc.

Kind-Anteile: Verletztes bzw. verletzbares, impulsives oder wütendes Kind. Nehmen wir das Beispiel „verletztes Kind“: Jemand ist als Kind verletzt worden durch Misshandlung, emotionale Kälte oder Vernachlässigung. Tritt im Erwachsenenalter eine ähnliche Situation auf, in der der Betreffende die seelische Verletzung erlitten hat, so fühlt und handelt derjenige genauso wie damals in der Kindheit. Oft ist aber die Situation gar nicht so bedrohlich wie in der Vergangenheit. Das Resultat: Man reagiert zu heftig, gerät in Wut oder fühlt sich ungerecht behandelt. Dadurch entstehen ungesunde Bewältigungsmechanismen wie etwa Suchtverhalten, Vermeidung oder Erstarrung.

In einer Therapie werden mit unterschiedlichen Methoden die verletzten Kind-Anteile gestärkt und in die Persönlichkeit integriert. Wenn wir unser „Inneres Kind“ beachten, annehmen und nähren, verarbeiten wir auch leichter unsere negativen Erfahrungen.  Die Arbeit mit dem „Inneren Kind“ hilft dabei, verwirrende innere Zustände zu erkennen. Nach und nach kann man damit besser umgehen, was sowohl die Selbstakzeptanz als auch die Lebensfreude erhöht.